Mo

19

Dez

2016

Silvester

Alle Jahre wieder,

 Silvester - 

 

Tipps für ängstliche Hunde

 

 

  • Kein Freilauf mehr an den Tagen vor und nach Silvester!
  • Jedes Jahr passiert es wieder, dass Hunde aus Schreck davonlaufen und nicht oder erst spät wieder gefunden werden.
  • Auch bisher nicht ängstliche Hunde, können sich erschrecken, wenn neben ihnen ein Böller los geht. Deshalb auch darauf achten, dass Haustüre und Gartentor geschlossen sind.
  • Den Hund nicht alleine zuhause lassen zu Silvester, und auf keinen Fall um Mitternacht.
  • Selbst keine Raketen, Böller etc. schießen, auch wenn der eigene Hund keine Angst davor hat!!!
  • Rechtzeitiges Einstellen der Hunde auf Hilfsmittel wie z.B. Zylkene

Zylkene sind Tabletten, die beruhigend auf ihren Hund wirken. Sie basieren auf den Pheromonen, welche die Mutterhündin ausschüttet, wenn sie die Welpen säugt.

 

Beginnen Sie am besten einige Tage vor Silvester damit. Erhältlich beim Tierarzt.

 

          Der Adaptil Stecker kann ebenfalls helfen.

 

  • Zu Silvester in der Wohnung die Vorhänge, Jalousien schließen. Radio oder Fernseher laufen lassen. Achtung, keinen Sender einschalten, wo zu Mitternacht das Feuerwerk übertragen wird. Im Zimmer das Licht brennen lassen!!!
  • Eine Schüssel voll Wurst oder anderen besonders tollen Leckerlies herrichten und in der schlimmsten Zeit durchgehend schmeißen. Leckerlieparty
  • Bitte den Hund nicht alleine lassen in seiner Angst. Die Aussagen, man müsse einen ängstlichen Hund ignorieren weil er sonst bestärkt wird, sind falsch. Sie dürfen sich gerne zu ihrem Hund setzen und ihm gut zureden und ihn streicheln.

 

  • Erst wieder Gassi gehen, wenn es ruhiger wird.

 

  • Wenn möglich, Silvester irgendwo verbringen, wo es ruhig ist, z.B. Berghütte, Urlaub,…

 

  • Bei schweren Fällen, Autobahn fahren in diesem Zeitraum. Vorausgesetzt der Hund fühlt sich wohl im Auto und hat keinen Stress.
  • Keine Beruhigungsmittel/ Medikamente verwenden, welche den Hund nur bewegungsunfähig machen, und er bei vollem Bewusstsein das Feuerwerk mitbekommt.

Medikamente nur in Absprache mit Tierarzt geben!

 

 

 

 

 

 

Mo

19

Sep

2016

Die Sache mit der Box

Man hört und liest es immer wieder: Ein Welpe soll nachts in eine Box gesperrt werden, damit die Stubenreinheit schneller erlernt wird. Nur allzu oft komme ich im Zuge meiner Tätigkeit als Hundetrainerin zu Familien nach Hause, die diesen Ratschlag befolgen. Schließlich liest man es ja in vielen Büchern, Zeitschriften und im Internet. Sogar viele Züchter empfehlen die Box.

 

Empfohlen wird die Verwendung der Box, damit sich der Welpe in der Nacht nicht in der Wohnung lösen kann. Ist doch sehr praktisch für uns Menschen! Wir können in Ruhe schlafen, und wenn der Welpe quengelt, stehen wir auf und gehen mit ihm raus.

Nun ist es aber so, dass dieses Quengeln schon ein Anzeichen von Stress ist, denn der Hund möchte aus seiner Box heraus, um sich lösen zu können, da er seinen Schlafort nicht gerne verschmutzt.

 

Wie lange der Welpe das Eingesperrtsein erträgt, bevor er sich bemerkbar macht, ist individuell unterschiedlich, und dann muss er erst einmal darauf warten, ob seine Besitzer es bemerken! Doch auch die Herrchen und Frauchen sind sehr unterschiedlich und manche haben einen leichten Schlaf und wachen von kleinsten Geräuschen auf, andere hingegen, haben einen sehr tiefen Schlaf, bemerken den Hund nicht gleich oder vielleicht sogar gar nicht und dann gerät der kleine Liebling in Not.

Wenn Sie jetzt zu den Personen gehören, die bei jedem Geräusch munter werden und sie sich sicher sind, Ihren Welpen sofort zu hören, frage ich Sie, warum dann eine Box?

 

Der Welpe kann genauso gut bei Ihnen im Bett oder falls dies nicht erwünscht ist, in einem Hundebett neben dem Bett schlafen. Sobald er sich rührt, bemerken Sie es! 

 

Leider kommt es auch immer wieder vor, dass Menschen ihre Welpen über Nacht in eine Box sperren und diese aber nicht im Schlafzimmer stehen haben. Dies verursacht dann zweifachen Stress für den Welpen, denn er möchte erstens bei seiner Familie sein und zweitens kann er nicht hinaus, auch wenn er sich meldet.

Auch ist vielen Leuten nicht bewusst, dass ein Hund 24 Stunden am Tag Wasser zur Verfügung haben muss! Er muss auch nachts die Möglichkeit haben zu trinken!

Des weiteren haben Hunde auch ein anderes Temperaturempfinden als wir Menschen, z. B. aufgrund ihrer Fellbeschaffenheit.

 

Ist der Hund nun in einer Box, die liebevoll mit Decken und Pölstern ausgestattet ist, kann ihm auch zu warm werden und dann würde er gerne den Liegeplatz wechseln.

 

 

 

Meine Langhaar-Akitahündin mit sehr dichter Unterwolle wechselt z. B. mehrmals ihre Liegeplätze und sie liegt ausschließlich am Fußboden, denn auf Decken wäre ihr zu warm. Mein Dobermann hingegen liegt am liebsten in seinem Korb oder auf der Couch.

 

 

 

Ein Grund, der gerne genannt wird und für die Box spricht, ist, dass der Hund einen Rückzugsort hat, und dort besser zur Ruhe kommt. Nun ja, Rückzugsorte kann ich auch ohne Box schaffen, indem ich das/die  Hundebett/en z. B. dort platziere, wo nicht ständig Bewegung herrscht. Wenn sich der Hund nun in sein Hundebett begibt um zu ruhen, soll er dort doch einfach in Ruhe gelassen werden. All jene unter Ihnen, die jetzt sagen, der Hund möge seine Box sehr gerne, o.k., aber dann lassen Sie bitte die Boxentüre offen!

 

Ich persönlich würde es als störend empfinden, so eine sperrige Box in der Wohnung unterbringen zu müssen.

 

Ein weiteres Argument, das gerne angeführt wird, ist, dass der Hund das Alleinebleiben in der Box lernen sollte. Allerdings brauche ich für das Alleine-bleiben-Training keine Box, sondern nur ein Schritt für Schritt aufgebautes und an den Hund angepasstes Training, das ihm den Stress des Alleinseins nimmt. Sachen, die der Hund evtl. kaputt machen könnte oder gefährlich für ihn sind, sollten ohnehin sicher weggeräumt sein.

 

Das ein Hund überfordert und gestresst ist, wenn er den gesamten Wohnraum zur Verfügung hat, kann ich meiner Erfahrung nach nicht bestätigen. Für Einbrecher ist es aber sehr praktisch, wenn der Hund sicher in seiner Box verwahrt ist.

 

Sollte es andere Gründe geben, warum der Hund nicht in der ganzen Wohnung alleine bleiben darf, kann man immer noch die gewünschten Zimmer abschließen!

 

Und auch hier wieder daran denken: Ein Hund braucht Wasser zur Verfügung und möchte auch mal seinen Schlafplatz wechseln!

 

Der einzige Ort, an dem ich die Box empfehlen würde, ist zur Sicherung des Hundes

im Auto.

 

Die Box muss natürlich die passende Größe für Ihren Hund haben. Das bedeutet, sie soll nicht zu klein sein, unser Vierbeiner sollte noch sitzen und sich umdrehen können. Aber auch nicht zu groß, denn dann besteht die Gefahr, dass er in der Box herum rutscht oder bei einer Bremsung durch die Box geschleudert wird. Für das Auto empfehle ich Boxen aus Aluminium.

 

Wichtig ist zuvor natürlich die langsame Gewöhnung des Hundes an seine Box, dies kann je nach Hund unterschiedlich lange dauern!

 

Andere Möglichkeiten den Hund im Auto zu sichern sind z.B. Autogurt mit Brustgeschirr oder im Kofferraum mit Trenngitter.

 

Hier hat jeder für sich selbst die Möglichkeit zu entscheiden.

 

 

 

 

 

Fazit: Ich kann einen Welpen auch ohne Box, die nur unnötig Platz braucht und meist auch nicht gerade günstig ist, groß ziehen!

 

Silvia Ernst

 

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Warum Brustgeschirr statt Halsband
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Eskalationsleiter
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Hilfe für den Hund am Silvestertag
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Warum kein Sprühhalsband?
Köpfchen statt Knöpfchen.doc
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Das Limbische System beim Hund
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Tips damit ihr Hund Stubenrein wird
S T U B E N R E I N H E I T.doc
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Stress bei Hunden
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