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Unser Urlaub mit Hund in der Sächsischen Schweiz, Dresden und Tschechien

Erste Station: Camping an der Sächsischen Schweiz

Unsere erste Nacht verbrachten wir am Campingplatz Ludwigsheide am Hammersee. Der Stellplatz lag nur etwa eine Minute vom See entfernt. Hunde dürfen dort ins Wasser und auch für Menschen ist das Schwimmen kostenlos.

Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Sächsische Schweiz zum Campingplatz Königstein. Der Campingplatz liegt direkt an der Elbe. Einen Stellplatz am Wasser haben wir zwar nicht bekommen, dafür einen schattigen Platz auf den Standardplätzen. Der Campingplatz war gepflegt und an vielen Stellen konnte man direkt mit dem Hund zur Elbe hinuntergehen.

Am späten Nachmittag machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Festung Königstein. Vom Campingplatz aus waren wir ungefähr eine Stunde unterwegs. Zuerst ging es entlang der Elbe, anschließend durch den Ort und schließlich durch den Wald bergauf zur Festung.

Wichtig zu wissen: Die Festung schließt bereits um 18 Uhr und der letzte Einlass ist eine Stunde vorher. Hunde sind auf dem Gelände erlaubt, dürfen jedoch nicht in die Gebäude.

Da wir ohnehin zu spät für einen ausführlichen Besuch waren, haben wir uns die Festung nur von außen angesehen.

Zurück ging es über einen Abschnitt des Malerwegs wieder hinunter nach Königstein und anschließend zurück zum Campingplatz. Insgesamt legten wir dabei rund 6,3 Kilometer und etwa 200 Höhenmeter zurück.

Amaterasu entdeckte an der Elbe eine Boje, die sie sehr unheimlich fand und erst einmal verbellen musste. Deshalb blieben wir noch etwa eine halbe Stunde auf der Wiese sitzen, damit sie feststellen konnte, dass die Boje nicht gefährlich ist.

Am Abend gab es dann noch ein etwa zehnminütiges Feuerwerk irgendwo in der Umgebung. Zum Glück macht Amaterasu so etwas nichts aus und sie blieb am Campingplatz völlig entspannt.


Schrammsteine – unsere längste Wanderung der Reise

Am nächsten Tag ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Schrammsteinen. Vom Campingplatz waren wir zuerst etwa 20 Minuten zu Fuß entlang der Elbe zum Bahnhof unterwegs. Von dort ging es eine Station mit dem Zug nach Bad Schandau und anschließend mit dem Schiff über die Elbe.

Mit der Gästekarte des Campingplatzes konnten wir viele öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Für Amaterasu mussten wir ein eigenes Ticket lösen. Im Zug und auf dem Schiff besteht eigentlich Maulkorbpflicht. Wir hatten zwar einen Maulkorb dabei, benötigt haben wir ihn jedoch nicht.

Von Bad Schandau aus starteten wir unsere Rundwanderung zu den Schrammsteinen. Die Tour führte abwechslungsreich über Waldwege, Feldwege und durch kleinere Ortschaften. Insgesamt waren wir rund 15,5 Kilometer unterwegs und bewältigten etwa 511 Höhenmeter.

Die Aussichten entlang der Strecke waren beeindruckend. Bei den bekannten Aussichtspunkten waren zwar immer wieder einige Menschen unterwegs, insgesamt hat es sich auf der Strecke aber gut verteilt.

Bereits bei der Planung der Wanderung haben wir darauf geachtet, eine Route zu wählen, die für Amaterasu gut machbar ist. Abschnitte mit Leitern haben wir bewusst umgangen. Wer mit Hund unterwegs ist, sollte die Strecke vorher genau ansehen, da nicht alle Wege für jeden Hund geeignet sind.

Wichtig ist außerdem ausreichend Wasser mitzunehmen. Auf unserer Route gab es keine Möglichkeit Wasser nachzufüllen. Das Wetter war zwar warm, durch die Bewölkung aber deutlich angenehmer als bei Sonnenschein.

Nach der Wanderung war Amaterasu entsprechend müde. Zurück am Campingplatz verbellte sie am Abend mehrere vorbeigehende Hunde. Das macht sie normalerweise nicht. Wenn sie sehr müde ist, merkt man ihr das allerdings deutlich an.

Trotzdem wollte sie später am Abend noch eine kleine Runde entlang der Elbe drehen. Danach war der Tag für sie endgültig erledigt.


Bastei, Schwedenlöcher und Amselsee

Am nächsten Morgen merkte man Amaterasu die Wanderung vom Vortag noch an. Sie blieb zunächst im Bus und kam erst heraus, als wir fix fertig zum Losgehen waren.

Mit dem Zug fuhren wir eine Station nach Kurort Rathen und anschließend mit der Fähre über die Elbe. Von dort starteten wir unsere Wanderung zur Basteibrücke und weiter durch die Schwedenlöcher zum Amselsee.

Wer in der Sächsischen Schweiz unterwegs ist, wird an der Bastei nicht alleine sein. Bereits am Vormittag waren viele Menschen unterwegs. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es dort in der Hauptsaison aussieht.

Die Wanderung war mit knapp 6 Kilometern und rund 230 Höhenmetern zwar deutlich kürzer als die Schrammsteine-Tour vom Vortag, durch die vielen Treppen, engen Wege und Menschenmengen aber trotzdem anspruchsvoll. In den Schwedenlöchern gibt es zahlreiche steile Stiegen und teilweise sehr enge Abschnitte.

Für Hunde sollte die Strecke gut machbar sein, sie sollten aber trittsicher sein. Außerdem gibt es einige Gitterstiegen und Brücken mit Gitterboden.

Trotz der vielen Menschen und Hundebegegnungen meisterte Amaterasu die Wanderung problemlos. Gerade an den engen Stellen begegneten uns immer wieder andere Hunde. Alle waren angeleint und auch an Stellen, an denen kaum Ausweichmöglichkeiten bestanden, blieb sie ruhig.

Wie schon an den Tagen zuvor wurden wir wieder oft auf Amaterasu angesprochen. Viele Menschen wollten wissen, was für eine Rasse sie ist oder erzählten uns, wie schön sie sie finden.

Nach der Wanderung setzten wir uns im Ort noch auf ein Getränk mit Blick auf die Elbe, bevor es wieder zurück zum Campingplatz ging.

Eigentlich hatten wir gedacht, dass es nur ein kleiner Ausflug werden würde. Am Ende waren wir aber doch wieder den ganzen Tag unterwegs.


Dresden mit Hund

Nach einigen Tagen in der Sächsischen Schweiz ging es weiter nach Dresden. Unser Campingplatz lag etwas außerhalb, direkt vor dem Eingang befand sich jedoch eine Bushaltestelle. Der Bus fuhr etwa alle 20 Minuten und brachte uns in rund 12 Minuten zum Hauptbahnhof.

Der Campingplatz war sauber und ruhig. Für Hunde musste im Bus ein Ticket gelöst werden. Eine Maulkorbpflicht gibt es zwar, wir hatten den Maulkorb aber während des gesamten Aufenthalts nur dabei und mussten ihn nie verwenden.

Den ersten Tag in Dresden nutzten wir für einen Stadtbummel. Wir schlenderten über die Prager Straße, waren in verschiedenen Geschäften unterwegs und ließen den Tag am Abend bei einer Pizza ausklingen.

Amaterasu war den ganzen Tag über sehr entspannt. In Geschäften wie Thalia oder Globetrotter, in denen wir länger unterwegs waren, legte sie sich einfach hin und wartete. Ein Bleib-Signal brauche ich dafür nicht. Sie macht das von sich aus und bleibt einfach an der Stelle liegen, an der sie sich hingelegt hat.

Meine Sorge ist dabei weniger, dass sie aufsteht und weggeht. Viel eher muss ich darauf achten, dass fremde Menschen sie in Ruhe lassen. Gerade weil sie oft Aufmerksamkeit bekommt, möchten viele sie anfassen oder streicheln. Das mag Amaterasu nicht und deshalb achte ich darauf, dass ihre Grenzen respektiert werden.

In einer Zoohandlung durfte sie sich auch etwas aussuchen. Da sie beim Futter und bei Spielzeug recht wählerisch ist, wird das allerdings selten teuer.

Am nächsten Tag standen die klassischen Sehenswürdigkeiten Dresdens auf dem Programm. Wir besichtigten unter anderem den Zwinger, das Residenzschloss, die Brühlsche Terrasse, die Semperoper, den Fürstenzug, die Frauenkirche und die Kunsthofpassage.

Dazwischen machten wir eine Pause in einem Café, bevor wir unseren Rundgang fortsetzten.

Obwohl wir viele Stunden unterwegs waren, meisterte Amaterasu den Tag problemlos. Auch die zahlreichen Hundebegegnungen verliefen völlig unauffällig – selbst dann, wenn andere Hunde sie anbellten.

Ich bin immer wieder stolz darauf, wie selbstverständlich sie solche Situationen meistert. Viele Menschen, viele Hunde, wechselnde Umgebungen und stundenlang unterwegs sein – all das macht sie ruhig und entspannt mit.

Am späten Nachmittag ging es zurück zum Campingplatz, wo wir den Rest des Tages ruhig ausklingen ließen.


Über Schloss Moritzburg nach Tschechien

Nach unserem Aufenthalt in Dresden ging es weiter Richtung Tschechien. Unser erster Stopp war Schloss Moritzburg, das viele vermutlich aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ kennen.

Mit Hund kann man das Gelände rund um das Schloss problemlos besuchen. Das Schloss selbst kann gegen Eintritt besichtigt werden. Die bekannte Aschenbrödel-Ausstellung findet allerdings nur im Winter statt. Außerhalb der Aschenbrödel-Ausstellung kommt man nicht in den Ballsaal, in dem gedreht wurde.

Anschließend ging es weiter zu den Teufelsköpfen bei Želízy. Vom Parkplatz aus erreicht man die Felsformationen in etwa 15 Minuten. Dort kann man auf den Felsen herumklettern oder verschiedene Wanderwege nutzen. Wir entschieden uns für einen Rundweg und waren insgesamt rund 3,4 Kilometer unterwegs.

Danach fuhren wir weiter zum Campingplatz in Mělník. Dort war deutlich weniger los als auf den bisherigen Campingplätzen. Die Sanitäranlagen waren in Ordnung, allerdings nicht mit den Standards vieler deutscher Campingplätze vergleichbar. In der Nacht setzte Regen ein.


Kutná Hora und das Beinhaus von Sedlec

Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass es über Nacht durch das Dachfenster hereingeregnet hatte und meine Decke nass geworden war. Da es am Vormittag noch immer regnete, frühstückten wir im Bus.

Anschließend fuhren wir nach Kutná Hora. Unser erstes Ziel war das Beinhaus von Sedlec.

Wichtig zu wissen: Die Eintrittskarten kauft man nicht direkt bei der Kirche, sondern einige Minuten entfernt bei der Information. Die Besichtigung erfolgt über feste Zeitslots. Wir hatten Glück und bekamen sofort einen freien Termin. Wer in der Hauptsaison unterwegs ist, sollte das jedoch rechtzeitig einplanen.

Hunde dürfen nicht mit hinein. Da das Wetter an diesem Tag kühl und regnerisch war, konnte Amaterasu im Bus bleiben. Bei wärmeren Temperaturen hätten wir getrennte Zeitslots buchen müssen.

Das Beinhaus selbst war sehr eindrucksvoll. Fotografieren ist nicht erlaubt. Es ist ein eigenartiges Gefühl, in einem Raum zu stehen, dessen Einrichtung und Verzierungen aus menschlichen Knochen bestehen.

Praktisch fanden wir, dass man rund um das Beinhaus kostenlos parken kann.

Anschließend fuhren wir weiter Richtung Zentrum von Kutná Hora. Auch dort fanden wir einen kostenlosen Parkplatz für unseren Camper und erkundeten die Stadt zu Fuß.

Besonders sehenswert fanden wir den Dom der Heiligen Barbara. Insgesamt hat uns Kutná Hora sehr gut gefallen.

Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat.

Unsere letzte Nacht verbrachten wir im Kemp Fousek.


Letzter Stopp: Gut Aiderbichl und Heimreise

Die Nacht war überraschend kalt, deutlich kälter als die vorherigen Nächte der Reise. Deshalb waren wir am nächsten Morgen früh wach und machten uns bereits gegen 8 Uhr auf den Weg Richtung Heimat.

Einen letzten Stopp legten wir auf Gut Aiderbichl ein. Dort waren wir das letzte Mal vor zwei Jahren. Seitdem hatte sich einiges verändert. Der Hirsch, den wir von unserem letzten Besuch kannten, war nicht mehr da und dafür war ein neues Eselgelände entstanden.

Besonders spannend finde ich dort immer, wie selbstverständlich Amaterasu mit den verschiedenen Tieren umgeht. Auf Gut Aiderbichl laufen Esel, Ponys, Schweine, Ziegen und andere Tiere teilweise frei herum. Manche kommen auch von sich aus näher.

In solchen Situationen achte ich darauf, Amaterasu zu schützen und ihr genügend Abstand zu ermöglichen. Sie selbst bleibt ruhig, zeigt keine Angst und hat auch kein Interesse daran, die Tiere zu bedrängen.

Auf der Hundewiese konnte sie zum Abschluss noch eine Runde frei laufen. Da gerade keine anderen Hunde dort waren, hatten wir die Fläche für uns allein. Besonders gefallen hat ihr dabei der kleine Teich. Er war genau tief genug, dass sie sich abkühlen konnte, ohne dass gleich der ganze Hund nass wurde.

Die Heimfahrt verlief anschließend erstaunlich entspannt und ohne Stau.

Zuhause angekommen musste Amaterasu erst einmal den Garten kontrollieren und lautstark verkünden, dass sie wieder da ist. Die Abendrunde zu den Feldern durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Am nächsten Tag merkte man ihr die Reise deutlich an. Sie war müde und verbrachte den Großteil des Tages schlafend. Urlaub ist für viele Hunde nicht nur Erholung, sondern auch anstrengend. Neue Orte, viele Eindrücke und ungewohnte Abläufe müssen verarbeitet werden.

Immerhin trafen wir bei der Spaziergangsrunde gleich ihren Freund Fernando. Die Freude auf beiden Seiten war groß.